Tja, wieder einmal verschlägt es uns auf eine tropische Insel im neuesten Far Cry Abenteuer! Doch wie gewohnt wird die Idylle gestört, diesmal von Vaas, dem irren Anführer einer militärischen Gruppierung, die Angst und Schrecken verbreitet. Erwartet uns nun jedoch wieder ein von Malaria, schlechter KI und abstumpfendem Gameplay geplagter Shooter? PlayNATION sagt: Nein. Erste Szenen versprechen ein echt verdammt Gutes Spiel! Im Folgenden wollen wir noch einmal auf die E3-Szenen und das Gameplay eingehen!
Glücklicherweise haben wir eine breite Masse an Infos zu sehen bekommen, denn auf der E3 wurde der Titel nicht nur mit einem lausigen Trailer gereicht, sondern per live-Demo dem Publikum vorgeführt, und es fetzte heftig auf dem großen Screen, das ist sicher!
Wir klemmen uns hinter den Controller und Übernehmen die Rolle des Journalisten Jason Brody, der, durch den Dschungel spazierend, einige bewaffnete Männer erspäht, die auf wehrlose Zivilisten einprügeln und eine am Boden kriechende Frau mit einem Kopfschuss niederstrecken. Ja, es wird wieder ein harter Titel werden. Bevor Jason sich jedoch wirklich einen Überblick verschaffen kann, raschelt neben ihm das Gebüsch und ein Gewehrkolben bohrt sich in sein Gesicht. Gute Nacht! Als er daraufhin wieder zur Besinnung kommt, findet er sich gefesselt und dem Oberbösewicht Vaas gegenüber wieder. Sein Aussehen verrät: Der Typ hat ‚ne Schraube locker! Monoton faselt er etwas von der Definition von Wahnsinn, steigert sich dabei bis in die Wut hinein. Zu allem Überfluss bemerken wir nun, dass wir nicht nur gefesselt sind, sondern sogar an einen schweren Stein gebunden an einer Klippe sitzen. Verzwickte Lage! Vaas fragt noch ein letztes Mal, ob er schon die Definition von Wahnsinn erwähnt habe und tritt dann den Stein über die Kante, mit uns im Schlepptau!
Der Sturz ist lang und wir klatschen mit voller Wucht ins Wasser, immerhin leben wir noch! Doch dann kommt das zweite Problem auf uns zu: Der Stein zieht uns nach unten! Um uns herum schwimmen Leichen im Wasser, die der grausige Tod erwartet hat. Hektisch reißt Jason an seinen Fesseln, sie müssen doch irgendwie abgehen! Wild drücken wir auf den A-Knopf des Controllers und nach einigen, hektischen Augenblicken, gelingt es Jason, sich von dem Ding zu befreien und schnaufend an die Oberfläche zu gelangen, Luft füllt unsere brennenden Lungen. Mit einem wütenden und gleichsam ungläubigem „What the Fuck!?“ beginnt das Spiel nun endlich richtig: Um nicht doch noch aufzufliegen schwimmen wir durch eine Lücke in die nächste Höhle und finden uns hinter einem Wasserfall wieder, draußen schimmert ein Soldat durch den feuchten Vorhang. Jason schleicht sich an, drückt dem Soldaten die Luft ab und zieht ihn fort, endlich eine Waffe in der Hand!
Die ersten Szenen sind beeindruckend und man merkt sofort, dass Crytek da wieder ganz in die Richtung des ersten Teils der Reihe geht, wir sind wieder im Dschungel und vieles an der Situation erinnert an das Debüt-Werk! Die furiose Einführungssequenz fesselt ab der ersten Minute, wohingegen Teil 2 sehr lang brauchte, um diesen Knackpunkt zu erreichen! Es tröstet uns, zu sehen, dass man sich wieder der Wurzeln besinnt!
Beeindruckend: Die tollen Licht-Effekte zeichnen FarCry 3 aus, während der Gute seine Wumme nachlädt.
Im Dschungel ist die Hölle los!
Zum Glück beließ man es aber nicht bei diesen ersten Szenen, sondern zeigte echtes Gameplay, live angespielt für die Masse! Die Grafik von FarCry 3 ist nicht wirklich, was man bahnbrechend neu nennen würde, doch es sieht einfach verdammt gut aus! Ein realistischer Dschungel, wunderschöne Wasserfälle, Vögel, sehr, sehr atmosphärisch und sofort fühlt man sich wieder „zu Hause“, wenn man an den ersten Teil zurückdenkt! Doch Moment! Wir sind hier nicht im Urlaub, bald schon werden die Kugeln fliegen, also lieber die Gegend nach Feinden, als nach schönen Texturen absuchen! So jedenfalls müsste Jason gedacht haben, denn schon schleichen wir in den Live-Szenen einen Abhang hinauf und sondieren die Lage. Ein Vorposten ist hier errichtet und weiter hinten wartet ein Helikopter, unsere Fluchtmöglichkeit? Mit Sturmgewehr, schallgedämpfter Pistole und Messer, machen wir uns auf den Weg runter ins Camp.
Zuerst nehmen wir uns einen Gegner im Schleichgang vor, packen ihn von hinten, verschließen seinen Mund und rammen ihm ein Messer in die Brust, entledigen uns seiner Leiche und gehen dem nächsten Gegner nach. Was nun folgt ist ein wahrer Augenschmaus für Videospielfans: In einer einzigen Bewegung (so scheint es) packen wir einen Gegner, ziehen ihm seine Machete ab, meucheln ihn damit und schmeißen sie dann in einem Guss in den Rachen des nächsten, nicht weit entfernten Gegner. Bäm! Killing-Sprea, running riot, killtacular! Ja, so dachte man danach, es sah einfach zu gut aus, um sich in die Faust zu beißen, da wurde Jubel laut! Somit sollte nun auch klar sein, dass FarCry 3 mehr Schleichelemente beinhalten wird, als die beiden Vorgänger das taten. Eine nette Abwechslung, wenn das Ergebnis dann so aussieht, oder?
Runter mit dir, du Sau!
Nach dieser Schleicheinlage, beobachten wir die Schergen des durchgeknallten Vaas dabei, wie sie erneut unschuldige Bürger ermorden und fortschleifen oder gleich in den Fluss werfen. Zeit die Wumme auszupacken! Wütend geht die Schießerei los und wir sehen, wie Jason einige Gegner einfach über den Haufen schießt, dann jedoch ein paar Treffer einsteckt. Jason tritt die Flucht nach vorne an und schlägt sich zum Helikopter durch, wo er den Piloten zum Abheben bewegt (ganz freundlich mit vorgehaltener Waffe! So ein Gentleman!), und dann noch auf die Verfolger schießt. Doch der Helikopter wird von einem Sprengkörper getroffen und geht zu Boden. Als Jason daraufhin erwacht, befällt uns ein Déjà-Vu: Erneut hören wir diese irre Stimme, die uns fragt: „Hab ich dir jemals über die Definition des Wahnsinns erzählt?“