
Die zweite Staffel von „The Last of Us“ steht kurz vor der Veröffentlichung, und die Spannung unter den Fans ist greifbar. Doch die Frage, die viele beschäftigt, ist, wie die Serie enden wird. Die Geschichte von „The Last of Us“ gilt als heilig unter Gamern und wird als eine der besten im Gaming angesehen. Während das erste Spiel eine relativ geradlinige Handlung bietet, ist der zweite Teil, „The Last of Us Part 2“, weitaus komplexer und spaltet die Fan-Gemeinde. Diese Komplexität stellt eine Herausforderung für die Serienmacher dar, die versuchen, die Geschichte für das Fernsehen anzupassen.
Die erste Staffel der Serie war weniger herausfordernd, da sie dem ersten Spiel folgte, das eine klar strukturierte Handlung hat. Trotz einiger Änderungen blieb die Serie der Vorlage weitgehend treu. Doch der zweite Teil des Spiels ist nicht nur komplexer, sondern auch in einer Weise strukturiert, die hauptsächlich für ein Videospiel sinnvoll ist. Die Geschichte ist nicht linear und enthält viele Rückblenden, die entscheidenden Kontext liefern, aber nur zu bestimmten Zeiten für maximale Wirkung eingefügt werden. Diese Struktur könnte für die TV-Adaption problematisch sein, da sie den Zuschauer potenziell verwirren könnte.
Die Herausforderung der parallelen Erzählstränge
Ellies und Abbys Geschichten verlaufen parallel zueinander, sind jedoch extrem unterschiedlich. Während Ellies Geschichte eine Rachequest ist, handelt Abbys Erzählung von einer Frau, die einem Paar von Kindern hilft, aus einem Kult zu entkommen. In einem Videospiel ist es schwierig, ständig zwischen zwei verschiedenen Charakteren und Geschichten hin und her zu wechseln, ohne dass es störend und desorientierend wirkt. TV-Serien hingegen haben oft A- und B-Handlungsstränge, die es ermöglichen, innerhalb einer Episode zwischen mehreren Geschichten zu springen.
Die Showrunner Neil Druckmann und Craig Mazin stehen vor der Herausforderung, diese komplexen Erzählstränge in einer Weise zu strukturieren, die für das Fernsehen funktioniert. Es bleibt abzuwarten, wie sie dies umsetzen werden, aber es ist wahrscheinlich, dass es einige Fans verärgern könnte.
Das Dilemma des Endes
Ein weiteres großes Thema ist, wo die zweite Staffel von „The Last of Us“ ihre Geschichte enden lassen wird. Die Staffel umfasst nur sieben Episoden, zwei weniger als die erste Staffel, die auch eine anderthalbstündige Pilotfolge und eine 75-minütige Episode hatte. Es ist bereits bekannt, dass die zweite Staffel nicht das gesamte zweite Spiel adaptieren wird, und es wurde angedeutet, dass „The Last of Us“ noch zwei weitere Staffeln haben wird, die den Rest des Spiels abdecken.
Egal, wo die zweite Staffel endet, es wird die Zuschauer wahrscheinlich frustriert zurücklassen. Es gab zwei Jahre zwischen den Staffeln eins und zwei, und es wird wahrscheinlich eine ähnliche Lücke zwischen den Staffeln zwei und drei geben. Wenn die Staffel mit Joels dramatischem Moment endet, wird dies die Zuschauer verärgern. Wenn sie endet, bevor Ellie und Abby sich wieder gegenüberstehen, wird es sich unbefriedigend und abrupt anfühlen.
Potenzielle Endpunkte der Staffel
Der wahrscheinlichste Endpunkt für die zweite Staffel ist, wenn Abby und Ellie im Theater aufeinandertreffen. Im Spiel endet Ellies Abschnitt mit einem Cliffhanger, bei dem Abby Jesse erschießt und Tommy mit vorgehaltener Waffe bedroht. Die Geschichte setzt dann im Wesentlichen zurück und zeigt Abbys Perspektive seit Ellies Ankunft in Seattle. Ein solches Ende wäre unbefriedigend, da die gesamte Geschichte auf diesen Moment hin aufbaut. Die Zuschauer zwei Jahre warten zu lassen, um zu sehen, wie es weitergeht, wäre frustrierend.
Ein weiteres mögliches Ende könnte nach Ellies Niederlage durch Abby sein. Doch dann stellt sich die Frage, wie viel Geschichte in den folgenden zwei Staffeln noch zu erzählen ist. Ellie verbringt einige Zeit auf einer Farm mit Dina, was im Spiel nicht viel Laufzeit einnimmt, und macht sich dann auf, Abby in Kalifornien zu töten.
Die Herausforderung der Anpassung
Egal, wo die zweite Staffel von „The Last of Us“ endet, es wird wahrscheinlich ein heftiger Cliffhanger sein, der das Publikum in unerträglicher Spannung zurücklässt. Das bedeutet nicht, dass die Serie schlecht sein wird oder dass das Ende eine Schande ist, aber es ist schwer vorstellbar, dass es Menschen zufriedenstellt, die das Spiel nicht gespielt haben, da sie Jahre warten müssen, um herauszufinden, wie es weitergeht.
Die einzige vorstellbare Möglichkeit, wie dies gut funktionieren kann, ist, wenn Druckmann und Mazin eine dramatische Wendung in der Geschichte von „The Last of Us“ vornehmen. Dies ist nicht völlig ausgeschlossen, da das Duo in der ersten Staffel einige bemerkenswerte Freiheiten genommen hat, obwohl die übergreifende Geschichte und das Ende intakt blieben. Es ist klar, dass die Schöpfer vor einer großen Herausforderung stehen, diese bereits unglaublich anspruchsvolle Geschichte zu adaptieren.
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