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HTC Vive: Hersteller umgeht Gewährleistungs-Recht – Kunden sollen zahlen

HTC umgeht mit seiner VR-Brille HTC Vive in der EU das vorgeschriebene Gewährleistungs-Recht und fordert die Besitzer auf, die Reparaturen selbst zu bezahlen. Die betroffenen Kunden beschweren sich nun öffentlich – und zwingen den Hersteller zum Handeln.

Wer in der EU ein Gerät wie die HTC Vive kauft, erhält darauf zwei Jahre Gewährleistung. Dieser Anspruch ist gesetzlich festgeschrieben und gilt für alle Käufe in den Mitgliedsländern. So müsste der irländische Verkäufer der HTC Vive den Kunden auch zwei Jahre Gewährleistung zugestehen – tut er aber nicht.

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Garantie der HTC Vive wird verweigert

Betroffene Käufer der Virtual-Reality-Brille bekamen vom Kundendienst stets die gleiche Antwort: Es gäbe nur ein Jahr Gewährleistung auf die HTC Vive. Da könne nicht viel gemacht werden. Doch in der EU müsste da noch was gemacht werden, schließlich sind die bezeichneten Schäden am Controller nachweislich ein Problem der Herstellung.

Auf den Vorwurf reagierte die in den USA ansässige Marketing-Abteilung der HTC Vive und verwies darauf, dass sie den Kunden helfen wolle. So könnte es bald eine Stellungnahme gegenüber der Öffentlichkeit und den in der EU sitzenden Kundendienste geben.

Wie lange die betroffenen Käufer jedoch mit ihrer nicht funktionierenden HTC Vive warten müssen – und wie viele aus Frust letztlich doch noch selbst zahlen, ist vollkommen ungewiss.

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